vom 20.03.2026
Ab sofort steht der Polynorm ERP i/2-Release 6.03/06 zur Verfügung.
Auftragsabwicklung
- xRechnung: Im Verkauf kann die XRechnung als XML (Version XR, CII oder UBL, jeweils Version 3.0) direkt im Rechnungs-Mailversand zusätzlich zum PDF eingebunden werden. Ferner steht die direkte Erstellung ebenfalls im XML-Connector zur Verfügung. Mit der Verarbeitung der XRechnung können auch Gutschriften entsprechend als XML verarbeitet werden.
In Deutschland ist der Empfang der XRechnung ab dem 1. Januar 2025 und der Versand ab dem 1. Januar 2026 offiziell Pflicht.
Eine automatisierte Verbuchung empfangener XRechnungen als Rechnungseingang ist im Rahmen einer Pilotierung mit dem UBL-Format möglich. Dieses kann direkt in den XML- Connector eingelesen werden. Andere Formate können ggf. mittels Nifi in das entsprechende Format konvertiert werden. Aus rechtlicher Sicht ist in Deutschland die automatisierte Verbuchung eingehender XRechnungen nicht vorgeschrieben, obwohl die Annahme dieser in elektronischer Form zwingend ist. Für eine optische Darstellung der XRechnungen existieren entsprechende Viewer.
Kundenstamm
- SSCC: Die bereits vor einiger Zeit entwickelte Sammelpalettierung, mit der sich mehrere Pakete zu einer Lieferung aus einer oder mehreren Paletten konsolidieren lassen, kann durch die entsprechende Einstellung im Kundenstamm einen „hierarchischen SSCC” abbilden. Die Hierarchie wird entsprechend im XML-Connector zur elektronischen Lieferavisierung ausgegeben.
Lager
- WMS-Anbindungen:
- Externer Logistiker/Internes WMS ohne i/2 Betrieb im Lager: Das Framework zur Anbindung externer Logistiker (z. B. Post Logistics) wurde so erweitert, dass nun auch ein internes WMS angebunden werden kann. Insbesondere können sowohl der Lieferschein als auch die Versandlabels neu im i/2 erzeugt werden. Da dies zeitnah erfolgen muss, kann es via Serviceaufruf (SOAP) geschehen. Diese Services prüfen bei der Datenübergabe alle möglichen Fehlerkonstellationen und übergeben die entsprechenden Fehler direkt als Antwort auf den Serviceaufruf vom WMS. Werden keine Fehler festgestellt, wird die Nachricht verarbeitet und entsprechend positiv quittiert.
Die weniger zeitkritischen Ein- und Lagerbuchungen können weiterhin als Filetransfer mit gesniffter Batchverarbeitung abgewickelt werden. Dies lässt sich individuell auf den verschiedenen Meldungstypen einstellen.
Zudem können im WMS erfasste Differenzbuchungen auch als tatsächlich klassierte Inventuren im i/2 verbucht werden.
Diese Variante der WMS-Anbindung eignet sich für grosse Pick-/Put-Volumen, wenn der Einsatz eines i/2-Terminals am Packplatz nicht erwünscht ist. - Internes LVS mit i/2 Betrieb im Lager: Als weitere Variante der WMS-Anbindung wurde eine vereinfachte Version entwickelt, die ebenfalls Ein-, Aus- und Lagerbuchungen sowie Bestandsabgleiche beinhaltet. Der Hauptunterschied zur Version des externen Logistikers liegt in den folgenden Punkten:
- Manuell bediente Leitstände im i/2 zur gezielten Übergabe von Einlagerungen, Auslagerungen und Lagerbuchungen an das WMS (Rüstscheine, Warenvorvereinnahmung etc.).
- Rückmeldungen (Pick- und Put-Meldungen) seitens des WMS werden in diesen Leitständen auf Belegebene angezeigt und erlauben die manuelle Auslösung des entsprechenden Folgebelegs (Lieferschein, Wareneingang etc.). Dabei werden die vom WMS gemeldeten Mengen in den entsprechenden Beleg übernommen und bei ausgehender Ware ggf. die Versandmaske aufgerufen.
Diese Variante ist für kleinere Pick-/Put-Volumen gedacht und erfordert im Lager die Bedienung beider Softwarelösungen (WMS und i/2).
- Externer Logistiker/Internes WMS ohne i/2 Betrieb im Lager: Das Framework zur Anbindung externer Logistiker (z. B. Post Logistics) wurde so erweitert, dass nun auch ein internes WMS angebunden werden kann. Insbesondere können sowohl der Lieferschein als auch die Versandlabels neu im i/2 erzeugt werden. Da dies zeitnah erfolgen muss, kann es via Serviceaufruf (SOAP) geschehen. Diese Services prüfen bei der Datenübergabe alle möglichen Fehlerkonstellationen und übergeben die entsprechenden Fehler direkt als Antwort auf den Serviceaufruf vom WMS. Werden keine Fehler festgestellt, wird die Nachricht verarbeitet und entsprechend positiv quittiert.
Fertigungsauftrag
- Integration in WMS-/Logistikerschnittstelle: Fertigungsaufträge können nun auch in die WMS-Anbindungen (interne und externe Logistik) integriert werden. Dies umfasst die Übergabe des Rüstscheins, den Bestellzugang von i/2 an WMS sowie die Abgangs- und Zugangsbuchung der Komponenten bzw. des Fertigungsprodukts.
xml-connector
- Auftragseingang: Bisher wurden die Auftragspositionen anhand der Kundenartikelnummer, der eigenen Artikelnummer oder verschiedener EAN-Codes (EAN8, EAN12, EAN13, UCC14) validiert. Neu erfolgt dies zusätzlich (sofern die bisherigen Mechanismen versagen) über alle weiteren Artikel-Matchcodes, bei denen das Kennzeichen „Abruf im Auftrag” gesetzt ist und der Matchcodebegriff eindeutig ist, sowie über die Lieferantenartikelnummern. Somit kann beispielsweise mittels einer Herstellerartikelnummer bestellt werden, sofern diese im Artikelstamm als Matchcode oder als Lieferantenbestellnummer hinterlegt ist.
- SSCC: Im XML Connector (Version 0) wird neu der hierarchische SSCC abgebildet, der sich aus der Sammelpalettierung ergibt. Die Struktur wird in der neuen Elementgruppe „HierarchicalSSCC” dargestellt.