Hinter den Kulissen: Sergio Software Engineering

Vedran

Sergio ist bereits seit 16 Jahren Teil der Polynorm-Crew. Im aktuellen «Hinter den Kulissen»-Interview stellen wir ihn näher vor.  

Sergio, Du bist im Bereich Software Engineering tätig. Was gefällt dir an deinem Aufgabengebiet am besten?

Sergio: Am besten gefällt es mir, komplexe und knifflige Probleme im Comarch ERP Enterprise zu lösen.

Wenn ein Kunde mit einem Anliegen zu uns kommt, ist es mein Ziel, schnell eine Lösung zu finden. Oft beginnt der Prozess bei einem Projektleiter. Wenn dieser nicht weiterkommt, übernehmen wir in der Entwicklung.

Ab und zu habe ich auch direkten Kontakt mit den Kunden. Dadurch lerne ich ihre Bedürfnisse genauer kennen und kann individuell darauf eingehen.

Sergio Oesch, Software Engineering

Welche Fähigkeit sollte man für die Tätigkeit unbedingt mitbringen?

Sergio: Für diese Tätigkeit sind drei Dinge entscheidend: ein klarer Kopf, Geduld und ein tiefes Verständnis für die Software. Man arbeitet mit einem umfangreichen Werkzeugkasten aus Analysetools und die Kunst besteht darin, intuitiv das richtige Werkzeug für das jeweilige Problem auszuwählen.

Da ich bereits seit 2003 im Comarch-Umfeld (damals noch Semiramis) tätig bin, kenne ich die Software sehr gut und habe ein gutes Gespür dafür entwickelt, Probleme schnell zu erkennen, um passende Lösungen zu finden. Diese Tätigkeit erfordert eine Mischung aus technischer Kompetenz, analytischem Denken und Geduld. 

Welche war deine grösste berufliche Herausforderung und welches dein grösstes Highlight?

Sergio: Die grösste berufliche Herausforderung war für mich definitiv die Entwicklung der Polynorm-Apps. Sie wurden aus den Anforderungen verschiedener Kundenprojekte heraus entwickelt und stellten mich vor komplexe Aufgaben. Besonders die QS- und die Deklarations-App waren jeweils sehr anspruchsvoll. So benötigt beispielsweise ein Kunde aus der Lebensmittelindustrie, der seine Produkte in den Emiraten vertreibt, bei der Deklaration der Lebensmittel bis zu sechs Nachkommastellen. Dies erfordert enorme Rechenleistung und präzise Berechnungen.

Ich bin sehr stolz darauf, dass die Apps inzwischen sowohl von Comarch selbst als auch durch Partner in Deutschland verkauft werden. Das zeigt, wie einzigartig und gefragt unsere Lösungen sind.

Ein weiteres Highlight meiner beruflichen Laufbahn war die Entwicklung des E-Business-Adapters. Diese App bzw. Schnittstelle verbindet den Onlineshop mit dem Comarch-ERP-System und stellt sicher, dass die Systeme miteinander kommunizieren und alle relevanten Daten, wie Aufträge, Zahlungen oder Promocodes nahtlos ausgetauscht werden. Hierbei waren viele verschiedene Themen involviert, die wir erfolgreich umsetzen konnten.

Gibt es eine Leidenschaft, die du schon seit Jahren pflegst?

Sergio: Ja, es gibt tatsächlich mehrere Leidenschaften, die ich seit vielen Jahren pflege. In meiner Jugend habe ich viel gefochten und vor drei Jahren wieder damit angefangen. Neben dem Fechten widme ich mich auch dem Töpfern. Leider fehlt mir dafür oft die Zeit, aber es ist definitiv eine Leidenschaft, die ich weiter ausbauen möchte.

Seit fast 15 Jahren fahre ich täglich mit dem Velo zu Polynorm, ausser bei starkem Schnee oder Glatteis. Das Velo ist für mich nicht nur ein praktisches Fortbewegungsmittel, sondern auch eine Möglichkeit, den Kopf freizubekommen und fit zu bleiben. Meditation spielt ebenfalls eine zentrale Rolle in meinem Leben. Sowohl in Gruppen als auch zu Hause praktiziere ich die Kriya-Yoga-Technik. Diese regelmässige Praxis schenkt mir innere Ruhe und hilft mir, den Alltag fokussiert zu meistern.

Ein weiteres grosses Interesse gilt dem Webdesign. Ursprünglich habe ich WordPress-Websites für Freunde und Bekannte erstellt, um sie bei ihren Projekten und Ideen zu unterstützen. Auch die Onlineauftritte meiner Frau, die als Interior Designerin und Yogalehrerin arbeitet, stammen von mir.

Auch die Politik gehört zu meinen Leidenschaften. Ich engagiere mich aktiv für eine nachhaltige und progressive Agenda in meinem Dorf und habe vor ein paar Jahren eine lokale Partei gegründet, die unabhängig von bestehenden politischen Strukturen agiert. 

Zudem bin ich in der Organisation lokaler Veranstaltungen sehr aktiv, beispielsweise beim „Tag der offenen Gärten“, für die ich die Website gestalte und mich um das Design und die Plakate kümmere. Bis vor Kurzem war ich sechs Jahre lang Präsident des Voltige-Vereins meiner Tochter. Das war eine verantwortungsvolle Aufgabe, die mir aber viel Freude bereitet hat. Auch unser eigener Garten liegt mir sehr am Herzen. Ich finde es spannend, die Natur aktiv mitzugestalten und mehr über nachhaltige Anbaumethoden zu lernen. Und natürlich bereichern meine Frau und unsere drei Kinder meinen Alltag enorm.

Was ist das Wertvollste, das du je in deinem Leben gelernt hast?

Sergio: Der Umgang mit kleinen Kindern ist das Wertvollste, das ich je in meinem Leben gelernt habe. Sie fordern einen auf besondere Weise heraus und bringen einen dazu, an die eigenen Grenzen zu gehen. In dieser Zeit lernt man sich selbst auf tiefgehende Weise kennen. Man gibt viel auf, erfährt im Gegenzug aber auch eine ganz neue Perspektive auf den Sinn des Lebens. Mit Kindern stellt sich die Frage nach dem „Warum?” nicht, denn sie schenken dem Leben ganz selbstverständlich Sinn und machen deutlich, wie bedeutsam liebevolles und fürsorgliches Handeln ist. Doch sobald sie älter und selbstständiger werden, wird einem wieder bewusst, dass es wichtig  ist, neue Lebensinhalte und Perspektiven zu finden, um weiterhin erfüllt zu bleiben. Das Leben ist eine stetige Reise der persönlichen Weiterentwicklung.

Zuoberst auf deiner Bucket-Liste steht…

Sergio: Ich habe schon immer eine grosse Leidenschaft für das Reisen und das Entdecken neuer Kulturen gehabt. Besonders eindrucksvoll war für mich eine einjährige Velotour durch Zentralamerika und eine dreimonatige Reise durch Vietnam, bei denen ich nicht nur die Landschaften, sondern auch die Menschen und ihre Geschichten intensiv erleben konnte.

Auch mit meinen Eltern bin ich viel gereist, oft mit dem Rucksack und ohne festen Plan. Diese Art des Reisens hat mir gezeigt, wie wertvoll es ist, sich dem Moment hinzugeben und die Dinge auf sich zukommen zu lassen.

Mit meinen Kindern habe ich ähnliche Abenteuer erlebt, zum Beispiel in Sri Lanka, wo wir ebenfalls mit dem Rucksack unterwegs waren. Diese Reisen haben mich tief geprägt und ich würde sehr gerne noch eine Reise mit meinen Kindern nach Afrika machen, um ihnen diesen Kontinent näherzubringen.

Ein weiteres persönliches Abenteuer, das ich noch auf meiner Liste habe, ist eine Velotour durch die Mongolei. Eine Reise mit dem Fahrrad ermöglicht es, Kultur und Natur auf entschleunigte und intensive Weise zu erleben. Sie bietet die Gelegenheit, im Hier und Jetzt anzukommen, mit allen Sinnen dabei zu sein und das Unterwegssein achtsam und bewusst zu geniessen.

Hinter den Kulissen Polynorm: Sergio

Vielen Dank, Sergio, für die spannenden Einblicke. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg und Freude auf all den bevorstehenden Reisen.

Hinter den Kulissen Polynorm: Sergio

Weitere Team-Mitglieder kennen lernen

In unserer Serie "Hinter den Kulissen" stellen wir in Form von Interviews verschiedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Polynorm vor.

 

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